“Einfach mal machen” lautet das Thema der aktuellen Podcastepisode. Was sich so leicht anhört, ist meistens verdammt schwer. Aber auch verdammt wichtig! Denn nur beim Machen und wenn wir ins Tun kommen, lernen wir wie es wirklich funktioniert. Wir lernen genau das, wo die Theorie ihre Grenzen hat. Wir können uns noch so gut auf etwas vorbereiten, in der Praxis wird es dennoch zu Schwierigkeiten kommen, von denen wir noch nichtmal wussten, dass es sie überhaupt gibt. Willkommen in der Praxis! Wie du ins Tun kommst und warum das so wichtig ist, erfährst du in der Podcastfolge #016!

Das neue Jahr starten wir mit neuen Vorsätzen und machen uns in den ersten Tagen eifrig an die Umsetzung. Bis unser innerer Schweinehund meckert, weil es in der alt bekannten Komfortzone viel gemütlicher ist. Wie du in drei Schritten Herr über deinen Schweinehund wirst, erfährst du in dieser Episode.

Viele von uns arbeiten immer nur auf den nächsten Urlaub hin. Sie stehen im Alltag so unter Druck und sind so unzufrieden, dass sie sich keine Pause gönnen um Luft zu holen. Wenn sie Urlaub haben, ist alles gut und sie holen all das nach, zudem sie im sonst nicht kommen. Sie reisen, lesen Bücher, treiben Sport, probieren neue Dinge aus oder tun auch einfach mal nichts. Gerade letzteres fällt uns im Alltag immer verdammt schwer und so fühlen sich manche Menschen nur im Urlaub so richtig frei und glücklich. Doch schon wenige Tage nach dem Urlaub sind sie genauso gestresst wie vorher.

 

Wäre es da sinnvoll sich ein Stück Urlaub in den Alltag zu holen? Und wäre es nicht viel besser ein Leben zu führen, von dem man sich gar nicht erholen muss?

 

In dieser Podcastfolge erfährst du wie genau das funktioniert und du deinen Alltag mehr genießen kannst.

In dieser Episode erfährst du, warum du sofort damit beginnen solltest glücklich zu sein und nicht erst wenn… Oft verschieben wir unser Leben auf später: Auf nach der Diät, nach der Gehaltserhöhung oder ähnliches. Doch damit solltest du sofort aufhören und endlich das Leben leben, von dem du träumst!

Gerade in der heutigen Zeit des Überflusses haben wir von allem Zuviel. Alles ist quasi immer und überall zugänglich. Und wenn es das mal nicht ist, bricht die große Panik aus. Das kennt jeder von uns, der mal verzweifelt auf ein WLAN-Signal gewartet hat oder vor einem verlängerten Wochenende einkaufen war. Wir überhäufen unseren Einkaufswagen mit Lebensmitteln, von denen wir wissen, dass wir sie niemals alle an den Feiertagen essen können. Selbst dann nicht, wenn plötzlich unsere Großfamilie unangekündigt vor der Tür steht. Und obwohl wir das wissen, tappen wir immer wieder neu in die Falle. Der Gedanke, an einem Feiertag plötzlich dazustehen und etwas nicht verfügbar zu haben macht uns Angst, nicht etwa die Sorge, dass wir verhungern. Wir kennen das nicht mehr. Gerade in den Großstädten gibt es immer eine Tankstelle, einen Späti oder einen Supermarkt am Hauptbahnhof bei dem wir notfalls einkaufen können. Gewöhnlich an 7 Tagen die Woche, 24 Stunden.

Und das spiegelt sich auch auf andere Bereiche unseres Lebens wieder. Bei der Arbeit gehen wir schon längst nicht bei einer Frage bei unserem Kollegen am Ende des Flurs vorbei. Auch greifen wir nicht nur aufs Telefon oder Emails zurück. Nein, wir nutzen außerdem Skype for Business, soziale Medien wie XING, Facebook oder Yammer, SharePoint, Slack oder Messenger wie WhatsApp. Und am besten alles gleichzeitig. War früher ein Kollege nicht am Platz, ist man halt am nächsten Tag nochmal bei ihm vorbeigegangen oder hat ihm einen Zettel auf den Schreibtisch gelegt. Heute skypen wir unsere Arbeitskollegen an, senden ihnen eine E-Mail, wenn sie nicht direkt antworten, um dann 5 Minuten später zum Telefonhörer zu greifen, ob derjenige sie schon erhalten hat und gelesen hat. Geht’s noch? Wo ist unsere Geduld hin, die Kunst abzuwarten? Warum erkoren wir jedes unserer Themen zum „Wenn ich nicht innerhalb der nächsten Minuten eine Antwort bekomme, geht die Welt unter“-Thema und stufen es als überlebenswichtig ein? Ich bin durchaus ein Fan der neuen Medien oder von modernen, schnellen Kommunkationsmitteln. Aber wir sollten einen vernünftigen Umgang mit ihnen finden.

Und wer kennt sie nicht: Die vielen überflüssigen Meetings, in den wir unsere kostbare Zeit absitzen? In denen viel geredet, aber umso weniger etwas gesagt wird. Die beendet werden, ohne eine Entscheidung getroffen zu haben. „Das müssen wir uns dann nochmal anschauen“, heißt es oft. Warum nicht jetzt, wo wir schon mal alle versammelt sind? Warum ist schon wieder niemand vorbereitet? Warum checken parallel alle ihre Mails (oder spielen die etwa Solitär?), anstatt sich gegenseitig zuzuhören und sich mit Respekt zu begegnen?

Auch die Werbung und unser Konsumwahn trägt zum „Zuviel“ bei. Wir verbringen so viel Zeit damit Dinge zu besorgen, die uns die Werbung vorgaukelt zu brauchen und die dann doch unbenutzt in unserer Schublade landen, dass uns diese Zeit für die Dinge fehlt, die uns wirklich erfüllen und die uns glücklich machen. Zeit für das Buch, das schon seit Wochen auf unserem Nachttisch liegt, für unsere Freundin, die wir schon so lange mal wieder besuchen wollten oder oder oder.

Zu viele Meetings im Job, zu viele private Termine und damit Freizeitstress, die Emailflut und ständige Erreichbarkeit, der Konsumwahn… in vielen Lebensbereichen würde es uns gut tun einen Gang zurückzuschalten und uns auf das Wesentliche zu beschränken. Jeder auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo.

Wie kommt es, dass wir oftmals gerade dann am glücklichsten sind, wenn wir nur ganz wenig Besitz bei uns haben? Sogar so wenig, das wir andere normalerweise für unzurechnungsfähig erklären würden, wenn sie uns sagen würden, wir müssten damit einige Zeit auskommen? Aber genauso ist es im Urlaub, wenn wir nur ein paar Shorts & Shirts im Gepäck haben und wir am Ende sogar feststellen, dass wir schon wieder zu viel eingepackt haben. Aber wenn wir entspannt, gelassen und ganz bei uns sind, braucht es gar nicht mehr. Dann genießen wir das Leben mit dem was wir haben. Genießen die Einfachheit, dass wir gar nicht so viele Wahlmöglichkeiten haben wie im Alltag und einfach das anziehen, was der Rucksack oder der Koffer hergibt. Uns die einfachen Nudeln mit Tomatensauce, die wir auf dem Campinggrill gezaubert haben, so unfassbar gut schmecken und uns nach einem langen, aufregenden Entdeckungstag so glücklich machen, wie es die 3 Gänge im Szenelokal selten machen. Wobei die auch nicht zu verachten sind. Aber wie so oft im Leben: Die Mischung macht´s und weniger ist manchmal mehr.

Ich gebe zu: Der Titel ist ein bisschen platt. Aber um wirklich voran zu kommen im Leben, ist es wichtig sich Ziele zu setzen. Und damit sind eben nicht die lauen Vorsätze gemeint, die wir beschwipst kurz vor Mitternacht unserer Freundin ins Ohr lallen und die wir kurz nach Mitternacht auch fast schon wieder vergessen haben. Abnehmen, mehr Sport treiben, uns gesünder ernähren. Wir alle kennen die überfüllten Fitnessstudios im Januar. Anstehen vor den Laufbändern und Geräten, es riecht nach Schweiß, keine freien Schränke in den Umkleiden. Die Sportler unter uns aber wissen: Dieser Zustand hält nicht lange an. Im Februar ist es schon merklich gelichtet, spätestens im März haben wir unser Fitnessstudio wieder fast für uns alleine.

 

Jetzt zur Weihnachtszeit und somit In den letzten Tagen des Jahres haben wir Zeit durchzuschnaufen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Haben wir all unsere Vorsätze umgesetzt? Haben wir das erreicht, was wir uns vorgenommen haben? Was lief gut in diesem Jahr? Was lief nicht so gut und was können wir im neuen Jahr besser machen? Sind wir auf dem richtigen Weg um unser ganz großes Ziel, unser Lebensziel, zu erreichen? Welche Ziele haben wir im nächsten Jahr? Was möchten wir im kommenden Jahr umsetzen oder erreichen?

 

So setzt du dir Ziele, die mehr als ein beschwipster Vorsatz in der Silvesternacht sind.

 

Alle oben genannten Vorsätze (Abnehmen, mehr Sport treiben, uns gesünder ernähren) waren keine Ziele! Wenn man sich wirkliche Ziele setzen möchte, braucht es mehr als ein kurzes Sinnieren in der Silvesternacht. Um genauer zu sein braucht es fünf Schritte:

 

1. Setze dir ein konkretes Ziel!

Mache dir Gedanken darüber, was du überhaupt erreichen willst. So banal dieser Schritt klingen mag, umso wichtiger ist er. Es ist von großer Bedeutung dein Ziel so genau wie möglich zu beschreiben und es smart zu formulieren. Smart heißt spezifisch, messbar, aktionsorientiert, realistisch, terminiert.

 

Beispiel

Ich möchte mindestens zweimal die Woche joggen gehen und beim Firmenlauf am 20.05.2018 den 10km-Lauf unter 60 min. laufen.

 

2. Visualisiere dein Ziel!

Erschaffe dir danach ein genaues Bild von dem, was du erreichen willst. Visualisiere dein Ziel. Deinen Wunschzustand. Du kannst dir entweder ein Vision Board erstellen oder auch mit deiner inneren Vorstellungskraft arbeiten.

 

Beispiel

Stell dir zum Beispiel ganz genau vor, wie du bei dem Firmenlauf leichtfüßig deine Runden drehst. Du merkst, dass das harte Training sich gelohnt hat, du zufrieden mit dir und deinem Körper bist, du den Lauf einfach nur genießt. Stell dir ganz genau vor was du an dem Tag anhast, wie du dich fühlst, wer bei dir ist, was du erlebst. Die Visualisierung deiner Ziele trägt stark zu deiner Motivation bei und hilft dir dabei auch in härteren Zeiten durchzuhalten.

 

3. Mache dir einen Plan

Dank des ersten Schrittes weißt du inzwischen ganz genau welches Ziel du im nächsten Jahr erreichen willst. Als nächstes solltest du dir überlegen wie du dein Ziel erreichen kannst. Was wirst du in den nächsten Wochen und Monaten ganz konkret tun, um dein Ziel zu erreichen?

 

Beispiel

Du entwickelst einen detaillierten Trainingsplan, um dein Ziel zu erreichen. In dem Plan hältst du fest an welchen Tagen du wie lange, wie viele Kilometer und in welchem Tempo laufen wirst.

 

4. Fange an zu Handeln

Als letztes ist es immens wichtig, schnell in die Umsetzung zu kommen. Halte dich nicht zu lange an Schritt 2 auf. Ein guter Plan kann wichtig sein, aber am allerwichtigsten ist es möglichst schnell zu handeln und die ersten Schritte umzusetzen, die dich deinem Ziel näherbringen. Manche Menschen vergessen vor lauter Pläneschmieden, die Dinge tatsächlich auch zu machen bzw. investieren sie soviel Zeit dabei einen detaillierten Plan auszutüfteln, dass ihnen diese Zeit dann später für die Handlung fehlt.

 

Beispiel

Wenn es dich zum Beispiel viel Zeit kostest einen Trainingsplan für 6 Monate zu entwerfen, könntest du beispielsweise vorerst nur die erste Woche planen und die Zeitersparnis dazu nutzen um direkt loszulegen. Eine andere Alternative wäre es einen fertigen Trainingsplan im Internet herunterzuladen oder dir von einem Personaltrainer einen auf dich zugeschnittenen Trainingsplan aufstellen zu lassen.

 

5. Fokussiere dich!

Fokussiere dich bei allem was du tust auf dein Ziel. Frage dich bei jeder Tätigkeit „Bringt mich das, was ich gerade tue wirklich näher zu meinem Ziel?“ Falls ja, unbedingt weitermachen. Falls nicht, stoppe die Handlung sofort und fokussiere dich wieder.

 

Beispiel

Du liegst auf dem Sofa und schaust Fernsehen. Bringt dich das deinem Ziel, den 10km-Lauf unter einer Stunde zu laufen, weiter? Wenn du drei anstrengende Trainingstage hinter dir hast, kann eine Regenerationsphase und damit ein Abend auf dem Sofa durchaus sinnvoll sein. Ist es der dritte Abend hintereinander und du hast auch noch ein Bier und eine Tüte Chips in der Hand? Dann wohl kaum und du solltest dich wieder auf dein Ziel fokussieren und ins Handeln kommen.

Der heimliche Feind unserer Produktivität heißt Perfektionismus. Er bremst uns, indem wir nie mit unserem Ergebnis zufrieden sind. Wir deshalb immer weiter an dem Resultat feilen: Hier noch etwas abändern, dort noch eine Kleinigkeit ergänzen, zum Schluss noch ein Thema recherchieren. Das dumme: Während wir dies tun, fällt uns wieder etwas auf, was wir noch „optimieren“ können und so werden und werden wir nicht fertig. Wir halten uns mit Kleinigkeiten auf, die für das Endresultat letztendlich nicht kriegsentscheidend sind, uns aber sehr viel Energie und Zeit rauben. Wir verzetteln uns und verlieren uns so sehr im Detail, dass wir am Ende des Tages kaum etwas geschafft haben. Anstatt also einfach mal zu machen, blockieren wir uns selbst. Denn letztendlich ist auch ein 80%-Ergebnis besser als ein Perfektes, dass ungesehen in der Schublade liegt und niemand zu sehen bekommt. Oder wie mir letztens jemand sagte: „Lieber stolpernd voranschreiten, als perfekt auf der Stelle zu treten“.

 

Aber um eines gleich auf den Punkt zu bringen: Perfektionismus hat nicht nur schlechte Seiten. Es ist durchaus positiv, wenn man einen hohen Anspruch hat und immer sein Bestes geben möchte. Er wird nur dann zum Problem, wenn er überhandnimmt und wir ihn auch bei solchen Aufgaben einsetzen, bei denen schnelles Handeln wichtiger ist, als im Status Quo zu verharren. Und wir uns ärgern, wenn unser Kollege schon wieder die Idee im Meeting präsentiert, die wir schon vor ein paar Tagen hatten, aber noch über ein Detail grübeln und über die Umsetzbarkeit nachdenken, während unser Kollege schon mittendrin ist im Umsetzen. Dann sollten wir schleunigst etwas tun.

 

Woher kommt Perfektionismus und wie schicke ich ihn dorthin zurück?

 

In erster Linie kommt Perfektionismus von unser Gewissenhaftigkeit. Wir möchten alles richtigmachen und ein gutes Ergebnis abliefern. Der Chef soll sich schließlich auf uns verlassen können und die Kollegen sollen wissen, dass wir kompetent sind.

 

Ein anderer Grund ist unsere Erziehung. Schon früh wurden wir gelobt, wenn wir gute Noten geschrieben oder etwas richtiggemacht haben. Bei Fehlern hingegen hieß es schnell „Dann musst du dich beim nächsten Mal noch mehr anstrengen“.

 

Meist steckt aber auch die Angst davor, Fehler zu machen und von anderen ausgelacht oder als inkompetent eingestuft zu werden. Wir haben Angst von unseren Mitmenschen negativ bewertet oder nicht mehr gemocht zu werden. Perfektionismus äußert sich insbesondere in unserem Denken. Wir setzen uns selbst unter Druck mit Gedanken wie „Ich muss immer alles richtigmachen“ und „Nur wenn ich perfekt bin, verdiene ich Anerkennung und bin es wert, geliebt zu werden“. Aus dem gleichen Grund bürden wir uns auch oft viel zu viel auf.

 

Kennt ihr das? Unsere To-do-Liste quillt über und wir wissen nicht, wo uns der Kopf steht. Bis übermorgen müssen wir eine Präsentation vorbereiten und öffnen wir unser E-Mail-Postfach, sehen wir eine endlose Reihe unbeantworteter Mails. Nach der Arbeit müssen wir noch einkaufen gehen (die Eier natürlich vom Bauern am Stadtrand, das Fleisch beim Metzger unseres Vertrauens und den Rest vom Biomarkt) und unsere nächste Reise planen. Dann ist da noch die Familienfeier am Wochenende (natürlich mit selbstgekochtem 3-Gänge-Menü und auserwählter Tischdekoration, es soll ja ein ganz besonderer Abend werden) und der anstehende Wohnungsputz (was sollen die Gäste sonst denken). Das Geburtstagsgeschenk für unsere Freundin müssen wir noch besorgen und das Fitnessstudio würde uns auch mal gerne wieder von innen sehen. Wenn unser Umfeld merkt, wie wir gerade ins Schleudern kommen und uns anbietet etwas abzunehmen, senden die wenigsten von uns unserem Gegenüber ein dankbares Lächeln und freuen uns. Nein, aufopfernd und beinah heldenreich sagen wir „Das ist lieb, aber das ist nicht nötig“ und lehnen die Hilfe tatsächlich ab. Warum eigentlich? Erstens wollen wir keine Schwäche zeigen und zweitens machen es die anderen uns ja doch nicht gut genug. Wir wollen es ja perfekt und wenn es nicht genauso wird, wie wir es uns vorstellen, sind wir unzufrieden. Wenn unser Partner uns dann zum Beispiel vorschlägt für die Familienfeier Essen zu bestellen oder aus dem 3-Gang-Menü einfach zwei Gänge zu streichen, schauen wir ihn verständnislos an und schütteln genervt den Kopf. Im schlimmsten Fall machen wir ihm noch Vorwürfe, dabei hat er es nur gut gemeint. Warum ich dieses Beispiel aus Frauensicht schreibe, ist kein Zufall. Denn meistens sind es die Frauen, die sich zu viel aufhalsen und es allen recht machen möchten. Vor allem uns selbst.

Dies hat letztendlich auch körperliche Folgen. Wir sind angespannt, nervös, innerlich unruhig und versetzen uns durch unsere hohen Ansprüche an uns selbst permanent in einen Stresszustand. Dies ist auf Dauer nicht gesund und verstärkt unsere Unsicherheit zudem noch weiter.

 

Diese vier Tipps helfen dir, um deinen Perfektionismus nach und nach abzulegen:

 

# 1: Setze dir für eine Aufgabe ein konkretes Zeitfenster!

Möchtest du eine Aufgabe abarbeiten, setze dir vorher bewusst ein konkretes Zeitfenster. Stell dir am besten einen Timer, damit du die Zeit immer im Auge hast. Wenn du von Anfang an weißt, dass du nur zwei Stunden Zeit hast, um beispielsweise die Präsentation für das Meeting zu erstellen, wirst du von Beginn an schneller als sonst arbeiten und dich viel eher auf das große Ganze konzentrieren, als auf unwichtige Details.

 

# 2: Freu dich darauf Fehler zu machen!

Ja, du hast richtig gelesen. Denn Fehler bringen dich weiter und aus ihnen lernen wir besonders viel. Sie sind unsere Chance zu wachsen. Und alle Fehler können wir auch mit unserem Perfektionismus nicht ausschließen. Egal wie gut wir uns vorbereiten, denn dafür ist die Welt heutzutage viel zu komplex. Aber so what? Die Hauptsache ist doch, dass wir ans Machen kommen und nicht den schlimmsten Fehler von allen begehen: Zu spät zu sein.

 

# 3: Bleib locker!

Du musst nicht immer alles bis ins kleinste Detail planen und dich selbst dabei überschlagen. Deine Gäste sind mit einem weniger aufwendigen Gericht zufriedener, wenn du mit ihnen dafür entspannt am Tisch sitzen und lachen kannst, statt von den Vorbereitungen erschöpft um elf am Tisch einzuschlafen. Einfach mal Fünfe gerade sein lassen und mehr genießen!

  

# 4: Du darfst auch Hilfe annehmen!

Wenn du wirklich gerade kein Land siehst und trotz neu entdeckter Lockerheit (dank Tipp 3) einfach viel zu tun hast, ist es durchaus erlaubt dein Umfeld um Hilfe zu fragen bzw. diese auch anzunehmen. Die anderen freuen sich, wenn sie dir helfen können und du kannst dich bei Zeiten revanchieren. Du hast Angst, dass sie es nicht genauso gut machen wie du selbst? Überschätz dich nicht und bleib locker 🙂

 

Eine Sache zum Schluss: Die Tipps helfen dir, schneller ins Handeln zu kommen und deine Erwartungen an der ein oder anderen Situation runterzuschrauben. Das wird nicht von heute auf morgen klappen und setze dich damit nicht unter Druck, indem du dir vornimmst ab sofort die Tipps zu Hundertprozent umzusetzen. Das wäre nur eine weitere Form von angewandtem Perfektionismus. Also lieber locker bleiben, Fehler erlauben und üben die Dinge loszulassen.

Abi in der Tasche. Uns liegt die Welt zu Füßen. Wir haben alle Möglichkeiten, alle Chancen, alle Türen stehen uns offen. Eltern und Verwandte beneiden uns und sagen immer wieder „So etwas hat es zu unserer Zeit nicht gegeben“, „Das hätten wir nicht gekonnt…“ „Wenn ich noch mal jung wäre…“. Recht haben Sie! Wir müssen was machen aus unserem Leben. Müssen unsere Chance nutzen. Euphorisch möchten wir uns sofort ins Abenteuer stürzen und setzen uns Feuer und Flamme an den Rechner.

 

Ausbildung, Studium, Duales Studium, Fernstudium, Abendstudium, Praktikum, Auslandspraktikum, Work & Travel, Au Pair, Hilfsprojekte, Freiwilliges Soziales Jahr… Puh. Uns brummt der Schädel. Wir recherchieren, sind begeistert, recherchieren weiter, stoßen auf neue Möglichkeiten, die uns ebenso begeistern, recherchieren, zweifeln an unserer ersten Wahl, recherchieren und wissen am Ende gar nichts mehr. Statt ins Abenteuer fallen wir in eine Starre und machen erstmal: Gar nichts mehr. Außer unser Kopf, der dreht sich weiterhin – im Kreis.

 

Viele von uns kennen das Gefühl der Unentschlossenheit. Es fängt bei der Wahl des Studiums oder des Ausbildungsplatzes an und macht auch vor anderen Lebensbereichen nicht halt. Schließlich müssen wir nicht nur den Studiengang oder Ausbildungsberuf wählen, sondern im nächsten Schritt auch, wo wir studieren oder die Ausbildung absolvieren möchten. Bleiben wir in der Heimat, ziehen wir in die Großstadt oder gar ins Ausland?

 

Und wenn wir dann endlich eine Entscheidung getroffen haben, atmen wir innerlich auf. Endlich hat das Hin und Her ein Ende. Großartig! Doch schon bald schleicht sich dieses Gefühl wieder klammheimlich in uns hinein. Eine leise Stimme meldet sich zu Wort wie „War das wirklich die richtige Entscheidung?“ und „Willst du diesen Beruf nun wirklich die nächsten 30 bis 40 Jahre ausüben?“. Schnell versuchen wir die Gedanken beiseite zu schieben, aber die Zweifel nagen an uns und der Job ödet uns immer mehr an. Also stehen wir wieder vor der Entscheidung: Bleiben oder gehen? Weitermachen oder noch einmal eine Veränderung wagen?

 

Ganz schön anstrengend, oder?

 

Was bei manchen Leuten nur manchmal und nur bei größeren Entscheidungen auftritt, nennt man Unentschlossenheit. Scheinbar mühelos entscheiden sie sich kurzerhand für eine Alternative, wohin andere schon bei der Auswahl der Vorspeise im Restaurant pur verzweifeln.

 

In den Medien wird oft davon berichtet, dass die Unentschlossenheit ein Merkmal unserer Generation ist. Und das frühere Generationen nicht so sprunghaft waren. Generation Y als Generation Maybe. Hm, ziemlich plump finde ich. Denn auch keine andere Generation zuvor, hatte so viele Wahlmöglichkeiten wie wir sie haben und mussten demnach nicht annähernd so viele Entscheidungen treffen. Natürlich ist es toll, dass einem alle Möglichkeiten offenstehen und wir wählen können, was wir mit unserem Leben anfangen. Aber manchmal ist es eben auch schwierig und bedarf Zeit, für sich persönlich die richtige Wahl zu treffen. Hinter der wir dann auch stehen und mit der wir zufrieden sind.

 

Kritiker sagen „Jetzt zieh doch mal eine Sache durch“. Unsere Freunde geben uns den Rat „Hör auf deinen Bauch“. Alles gut gemeint, klar. Doch was ist, wenn der Bauch nicht reden will oder wir die Stimme nicht hören können, weil der Kopf eben viel lauter schreit?

 

Diese 3 Tipps können dir dabei helfen, Entscheidungen schneller zu treffen:

 

Tipp 1: Erlaube dir Fehler zu machen!

Fast immer zögern wir Entscheidungen hinaus aus Sorge die Wahl später zu bereuen. Denn Angst davor zu haben Entscheidungen zu treffen, bedeutet auch immer Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Dies ist sicherlich auch ein Punkt, den wir generell in unserer Gesellschaft nahezu verlernt haben. Es ist nicht erwünscht einfach Dinge auszuprobieren oder auszutesten. Gehen sie schief, muss man sich Vorwürfen stellen, dass wir uns vorher nicht sorgfältig genug informiert haben, dass man das hätte verhindern können und so weiter. Dabei sind es auf der anderen Seite immer die Fehler, an denen wir wachsen und besonders viel lernen.

 

Tipp 2: Lerne dich selbst und deine Bedürfnisse kennen!

Bevor du dich entscheidest ist es wichtig, dich selbst gut zu kennen. Welche deiner Bedürfnisse müssen unbedingt erfüllt sein, damit du glücklich bist? Hast du ein ausgeprägtes Freiheitsbedürfnis? Dann weißt du, dass ein Job mit sehr starren Arbeitszeiten nicht der Richtige für dich ist. Du wünschst dir so viel Zeit wie möglich mit deiner Familie und deinen Freunden verbringen zu können? Dann bringt dich das Studium in Australien nicht ans Ziel. Überlege dir ganz genau und in Ruhe, was dir wirklich wichtig ist. Was brauchst du und welche Dinge müssen erfüllt sein, damit du zufrieden und glücklich sein kannst? Bist du eher introvertiert oder extrovertiert? Wenn du introvertiert bist und dich nach einer terminreichen Woche nach Ruhe sehnst, brauchst du nicht lange über die Einladung zu der Cluberöffnung grübeln. Frag deine Freundin, ob sie mit dir alternativ in die Sauna gehen möchte oder mache es dir mit einem guten Buch und einem Glas Wein gemütlich. Wenn du deine Bedürfnisse kennst, kannst du sehr schnell schon ein paar Optionen ausschließen und dich schneller entscheiden.  

 

Tipp 3: Trainiere deine Entscheidungsfreude!

Entscheidungen zu treffen kann man üben. Gerade kleinere, alltägliche Entscheidungen bieten sich zum Trainieren sehr gut an. Wenn du zum Beispiel im Supermarkt merkst, dass du zwei ähnliche Produkte schon ziemlich lange in deinen Händen hältst, drehst und wendest und sie miteinander vergleichst, dann werde dir bewusst wie viel Zeit du gerade verschwendest und treffe ganz schnell eine Wahl. Genauso kannst du es üben, wenn du zum Bäcker gehst und unentschlossen die Auswahl in der Theke betrachtest. Oder du überlegst, ob du nach der Arbeit lieber daheimbleiben oder mit deiner Freundin oder deinem Freund um die Häuser ziehen sollst. Nimm dir von Anfang an vor, sehr schnell die Pro´s und Contras abzuwägen und eine Wahl zu treffen. Wichtig ist, dass du konsequent bei deiner Entscheidung bleibst, auch und vor allem dann, wenn danach Zweifel aufkommen oder du die Wahl bereust. Du wirst schnell merken, wieviel Zeit du sparst und wie gut es sich anfühlt, wenn man schnell ins Handeln kommt. Diese kleinen Übungen helfen uns dann auf Dauer auch mit größeren Entscheidungen leichter umzugehen. Selbst wenn du später doch mal feststellst, dass die andere Wahl klüger gewesen wäre: Na und? Du kannst dir dann immer noch das andere Produkt kaufen oder dich beim nächsten Mal eben anders entscheiden. Siehe #1: Erlaube dir Fehler zu machen und ärgere dich nicht zu lange darüber!