In dieser Episode spreche ich mit Bestseller-Autorin Gesa Neitzel über ihren Lebensweg und wie sie ihren Traum von einer Rangerausbildung in Südafrika verwirklicht hat.

In dieser Podcastfolge führe ich ein Interview mit Sonja Wittig. Sonja ist Mitinhaberin des Instituts für Persönlichkeit in Köln und gehört selbst zur Generation Y. Wir sprechen über ihren Lebensweg und darüber, wie man sich ein zufriedenes und selbstbestimmtes Leben nach seinen eigenen Werten, Lebensmotiven und Prioritäten im Leben aufbaut.

In der heutigen Podcastfolge ist Katharina Lewald zu Gast. Wir sprechen über ihren Weg zur erfolgreichen Online-Unternehmerin und wie sie Hürden gemeistert hat.

Erst studieren und dann ein Business gründen? Warum nicht schon früher anfangen? Chiara Bachmann von Fraeulein Finance macht es vor und zeigt, das es möglich ist. Im Interview sprechen wir über ihren Werdegang und wie sie den Mut fand schon während ihres Studiums zu gründen.

Die Generation Y ist in vieler Munde. Selten wurde über eine Generation soviel in den Medien berichtet – selten auch so negativ. Und gefühlt steigern sich die Schlagzeilen von Tag zu Tag. Die Millennials seien faul, fordernd und verwöhnt heißt es oft. Zudem haben sie kein Durchhaltevermögen, was ihre schnellen Jobwechsel zeigen. Doch ist es wirklich so schlecht um uns bestellt wie in den Medien dargestellt?

Um uns zu verstehen, muss man wissen, was uns antreibt, welche Werte wir haben und in welchem Umfeld wir aufgewachsen sind. Kurz: Wie wir ticken.

 

Wer sind wir?

Unter die Generation Y fallen alle Personen, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden und größtenteils einen akademischen Hintergrund haben. Vertreter der Generation Y sind demnach heute zwischen 18 und 37 Jahre alt. Der Buchstabe Y wird englisch Why ausgesprochen, was auf das charakteristische Hinterfragen der Generation Y hinweisen soll. Sie ist die Nachfolgegeneration der Generation X und der Baby Boomers.

Wie sind wir aufgewachsen?

Wir sind als erste Generation mit den neuen Medien aufgewachsen (wir werden deshalb auch als Digital Natives bezeichnet) und besitzen daher eine sehr hohe Technikaffinität. Der frühe Umgang mit Laptops, Smartphones und Tablets sowie Facebook & Co. haben uns geprägt. Das Kommunikationsverhalten, das wir im Netz anwenden, möchten wir auch in unser reales Leben und vor allem in die Arbeitswelt übertragen: Schnelle Kommunikation, kurze Entscheidungswege, regelmäßiges Feedback und Austausch mit dem Vorgesetzten auf Augenhöhe. So wie wir es aus den sozialen Medien gewohnt sind.

Seit unserer Kindheit leben wir in einer Zeit des Wohlstandes und sogar Überflusses. Knappheit kennen wir nicht. Auch mussten wir meist nicht monatelang auf etwas hin sparen, bis wir es uns leisten konnten. Wir hatten – dank unserer Eltern – immer alles was wir brauchten. Aus diesem Grund ist Besitztum für uns viel weniger erstrebenswert als für unsere Vorgängergenerationen. Im Gegenteil: Viele von uns empfinden zu viel Besitz sogar als Ballast und leben minimalistisch. Dieser Trend stellt aktuell einen Boom für die Sharing-Kultur dar. Wir merken, dass wir nicht mehr alles selbst besitzen müssen. Wir brauchen eine Bohrmaschine oder ein Skateboard fürs Wochenende? Prima, dann gehen wir rüber zum Nachbarn! Dank Nachbarschafts-App ist schnell jemand gefunden, der uns den gewünschten Gegenstand gerne ausleiht, bevor er ungenutzt im Keller steht. Und für Autos und Fahrräder gibt es ja schon seit längerer Zeit verschiedene Sharing-Anbieter. Einen Firmenwagen zur Motivation? Der zieht bei uns schon längst nicht mehr.

Wir sind aber auch in einem Umfeld aufgewachsen, in dem scheinbar nichts mehr sicher ist. Ereignisse wie der 11. September und andere Terroranschläge, die Finanzkrise, Klimakatastrophen wie Fukushima oder die Entwicklungen der Altersvorsorge prägen unsere Jugend. Auch gibt es immer weniger Festanstellungen und mehr befristete Arbeitsverträge. Hinzu kommt ein Umfeld, das von ständigen Veränderungen geprägt ist, die immer schneller auf uns einprasseln und schon zur Normalität gehören. Dies wird sich auch in Zukunft nicht mehr ändern. Aus all diesen Entwicklungen haben wir gelernt, dass wir uns auf nichts verlassen können und selbst vorsorgen müssen. In unsere Altersvorsorge, aber auch vor allem in unsere Bildung, damit wir auch in Zukunft attraktiv für den Arbeitsmarkt sind.

Was treibt uns an?

Die Generation Y sucht mehr als jede andere Generation einen Sinn in ihrer Arbeit. Freiraum, Selbstverwirklichung und ein ausgeglichenes Verhältnis von Freizeit und Arbeit stehen für uns an erster Stelle. Wir möchten uns weiterentwickeln, dazulernen und wachsen. Außerdem möchten wir nicht erst nach der Arbeit Spaß haben, sondern auch schon während der Arbeit, weshalb die Sinnsuche im Job noch einmal mehr an Bedeutung gewinnt. Wir möchten auch nicht blind irgendwelchen Anweisungen folgen, sondern mitentscheiden! Ganz so wie wir es von klein auf gewohnt sind. Denn auch Zuhause hatten wir schon frühzeitig ein Mitspracherecht und wurden in wichtige Entscheidungen mit eingebunden. Unsere Eltern haben uns immer die Möglichkeit gegeben selbst zu entscheiden was für uns das Richtige ist und uns auf unserem eigenen Weg unterstützt, statt uns ihren Weg vorzugeben. So standen uns alle Möglichkeiten offen. Eine neue Sportart lernen, ein Jahr an die High-School in den USA, das Hilfsprojekt in Afrika in den Sommerferien oder die Weltreise nach dem Abi. Für uns stand die Welt offen und wir liebten das Gefühl uns permanent weiterzuentwickeln. Doch dann kommen wir ins Arbeitsleben und spüren oftmals plötzlich einen Stillstand. Wenn dann von oben noch blind Anweisungen heruntergebrochen werden, die aus unserer Sicht gar keinen Sinn ergeben, die uns auch nicht erklärt werden und schlimmstenfalls gar nicht erklärt werden können, schalten wir geistig ab oder kündigen. Erst innerlich und dann auch in der Realität. Weg sind wir. Tschüss Langeweile und Fremdbestimmung. Hallo neue Chance und Selbstbestimmung.

Auch die Arbeitszeiten sind für uns so ein Thema. Wir verstehen es nicht, warum wir Tag für Tag von 9-5 im Büro sitzen sollen. Natürlich verstehen wir, dass es Berufe gibt, die eine Anwesenheit erfordern, aber bei vielen Jobs eben auch nicht. Und nachdem wir den gesamten Vormittag vor Ort im Meeting gesessen haben, können wir die Präsentation für den Kundenbesuch nächste Woche genauso gut (wenn nicht sogar besser) von Zuhause aus erstellen, nachdem wir uns beim Sport ausgepowert, die Sonnenstrahlen im Café genossen oder die Kinder von der Schule abgeholt haben. Denn dann sind wir mit unseren Gedanken wieder ganz bei der Arbeit – konzentriert, motiviert und vor allem produktiv. Während wir hingegen im Büro immer sehnsüchtig aus dem Fenster gestarrt und davon geträumt hätten, wie schön es jetzt wäre in der Sonne an der frischen Luft zu sein.

Wenn wir allerdings uns und unsere Ideen bei unserem Arbeitgeber aktiv mit einbringen und im Rahmen der Möglichkeiten unsere Arbeitszeiten flexibel gestalten können und dazu das Gefühl haben, dass wir permanent dazulernen und uns weiterentwickeln, dann können selbst wir treu sein und müssen nicht alle 1-2 Jahre den Arbeitgeber wechseln.