Kennst du auch Leute, die ständig über ihren Job jammern? Oder über das Wetter, die Politik, ihren Chef oder was auch immer? Vielleicht gehörst du sogar selbst zu ihnen? Dann höre dir diese Folge an, denn sie handelt von dem Thema Selbstverantwortung und warum du mit jammern nicht weiterkommst!

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Auf Reisen liebe ich die Einfachheit. Ich mag es mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, den Luxus wegzulassen. Mir hilft es dabei alles wieder in Balance zu rücken und die kleinen Dinge wertzuschätzen.

 

Im Alltag vergessen ich das oft. Zuhause ist einfach alles selbstverständlich: Der prall gefüllte Kleiderschrank, das eigene Bett, das eigene Badezimmer mit fließendem und warmen Wasser, der volle Kühlschrank und auch das es keine größeren Naturkatastrophen gibt.

 

Auf der anderen Seite mag ich es aber auch mich von Zeit zu Zeit im 5-Sterne-Hotel verwöhnen zu lassen. Ich müsste lügen, wenn ich das verneinen würde. Aber ich genieße es umso mehr, wenn es nicht alltäglich ist. Deshalb habe ich mich in meinem Leben bewusst für die Mischung auf Reisen entschieden: Unterkünfte in Schlafboxen mit Gemeinschaftsbädern, Mittelklassehotels, Campingplätze und ja, auch mal das Luxusresort für ein paar Nächte. Das genieße ich dann aber auch sehr bewusst und in vollen Zügen. Das sind die Tage, wo das Handy mal bewusst in der Tasche bleibt, der Laptop zugeklappt und ich nur das tue, auf das ich Lust habe.

 

Was mag ich an dieser bunten Mischung und warum übernachte ich nicht einfach ständig in tollen Hotels?

 

Mal ganz vom Kostenfaktor abgesehen und von der Tatsache, dass mich zu viel Routine langweilt. Es geht mir dabei vor allem um das Thema Dankbarkeit, das ich in diesem Fall von zwei verschiedenen Perspektiven aus praktizieren kann. Wenn ich in einer so genannten Schlafbox übernachte und mir mit zum Teil 60 anderen Reisenden ein Zimmer und das Bad teile, genieße ich zum einen den Kontakt zu den anderen Reisenden, aber ich lerne mein eigenes Zuhause in Deutschland auch umso mehr schätzen. Mir wird bewusst wie gut wir es haben und in welchem Luxus jeder Einzelne von uns eigentlich groß wird. Und damit meine ich eben nicht (nur) die materiellen Dinge, sondern eben die Sachen, die für uns inzwischen selbstverständlich sind. Die es aber eben nicht in allen Teilen der Welt sind. Ich bin in dem Augenblick einfach dankbar für alles was ist, für mein Zuhause und das es mir so gut geht. Ich lerne die Dinge wieder viel mehr zu schätzen, die wir im Alltag als völlig normal betrachten. Auch dafür das ich in einem solch tollen Land wie Deutschland aufgewachsen bin, denn ich mag unser Land und unser Kultur sehr. Ich bin mir bewusst, dass das nicht alle Reisende tun und gerade viele digitale Nomaden Deutschland am liebsten den Rücken kehren würden oder das auch tun. Auch ich sehe Deutschland seit meinen vielen Reisen durch einen anderen Blickwinkel, sehe die Probleme, aber auch die Negativität vieler Menschen. Sehe das typische Nörgeln und Meckern der Deutschen, das man in dieser ausgeprägten Form in kaum einem anderen Land vorfindet, und vermisse bei vielen das Anpacken der Probleme, den Wunsch und die Bereitschaft etwas ändern zu wollen. Dennoch finde ich, dass wir ein großartiges Land haben, denn ich sehe auf der anderen Seite auch Menschen, die genau das tun und sich mit voller Energie Tag für Tag mit ihrer Leidenschaft einbringen unsere Welt Stück für Stück zu verbessern. Das finde ich großartig und dafür bin ich dankbar.

 

Aber zurück zum Reisen. Wenn ich in einem First Class Hotel bin, bin ich nicht weniger dankbar. Aber dann verspüre ich eine ganz andere Art von Dankbarkeit. Dann bin ich dankbar dafür, dass ich mir auch solche Übernachtungen leisten kann und dass ich so erfolgreich im Job bin, um das finanzieren zu können. Ich genieße dann jeden Moment, lasse die Seele baumeln und es mir gut gehen. Genieße ein tolles Essen, ein Glas Wein, den Ausblick aufs Meer und lasse mir am Pool die Sonne auf den Bauch scheinen bei einem guten Buch.

 

Gerade in diesen Unterkünften passiert dann aber von Zeit zu Zeit doch etwas Eigenartiges. Es kommen Wünsche hoch, die vorher noch nicht da waren. Wünsche á la „Zuhause hätte ich auch gern solch ein tolles Bett oder solch eine tolle Regendusche“. Ich komme also in einen Status in dem ich feststelle was mir Zuhause fehlt oder was ich an meiner Wohnung noch verbessern könnte. Schwupps, bin ich gedanklich dabei Veränderungen an meiner Wohnung zu planen oder eine neue Matratze meiner imaginären Einkaufsliste hinzuzufügen. Herzlich Willkommen im Mangelbewusstsein!

 

Ich frage mich in solchen Momenten, was das Reisen mit mir machen würde, wenn ich nur in luxuriösen Hotels schlafen würde. Wenn ich hingegen nach ein paar Nächten in einer Schlafbox, an meine Wohnung denke, sind meine Gedanken nahezu automatisch voller Fülle, Dankbarkeit und Freude. Da ich die Unterkünfte wie gesagt mische, bedeutet das für mich am Ende der Reise: Es ist alles gut so wie es ist!

 

 

Wer kennt sie nicht. Sätze wie „Ist mein Job der richtige für mich?“, „Bin ich gut genug?“ oder „Kann ich das überhaupt?“. Sätze, die nur ein Ziel haben: Uns zum Zweifeln zu bringen und die uns in unserer Komfortzone halten wollen. Wir zweifeln unsere Entscheidungen an, unseren Job, vielleicht auch unsere Beziehung oder im schlimmsten Fall uns selbst.

Das Schlimme am Zweifeln ist, dass die Zweifel uns dabei bremsen in die Umsetzung zu kommen und endlich das zu tun, was wir wirklich möchten. Anstatt entschlossen zu handeln, haben wir ein permanentes Gedankenkarussel am Laufen, was nicht nur anstrengend ist, sondern uns auch unsere Energie raubt.

In meiner heutigen Podcastfolge erfährst du, was du tun kannst, wenn du ständig am Zweifeln bist und wie du es schaffst deine Zweifel zu besiegen.

Was macht dich wirklich glücklich und zufrieden im Leben?

 

Um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können, musst du wissen welche Bedürfnisse du im Leben hast. Was treibt dich an einem kalten, verregneten Morgen an um 06:00 Uhr in der Früh aufzustehen und dich auf den bevorstehenden Tag zu freuen? Was macht dich zufrieden? Was motiviert dich? Nur wenn du das weißt und dein Leben konsequent nach deinen Motiven ausrichtest, kannst du ein erfülltes Leben führen.

 

Jeder von uns hat andere Antreiber im Leben. Bei dem einen ist es die Macht, die ihn motiviert und das Bedürfnis nach Einflussnahme, bei einem anderen ist es vielleicht der Wunsch nach Unabhängigkeit und Freiheit. Wiederum andere sind erfüllt, wenn sie eine Familie haben und Kinder, um die sie sich kümmern können. Unsere Motive sind unterschiedlich, aber kein Motiv ist dabei besser oder schlechter als ein anderes. Im Gegenteil: Gerade diese Unterschiedlichkeit macht uns doch aus und wie sähe das Leben aus, wenn alle Menschen nur nach demselben Motiv streben würden? Ganz gewiss nicht so spannend wie es in Wirklichkeit ist.

 

Wenn wir unsere Motive kennen, können wir zudem bessere Entscheidungen treffen. Vor allem auch schnellere. Wir müssen nicht lange über das hochdotierte Jobangebot mit dem Firmenwagen in einer starren Unternehmenskultur nachdenken, wenn wir wissen, dass Status und Geld uns gar nicht wichtig sind und wir eigentlich nach Unabhängigkeit streben. Auf der anderen Seite wird uns ein niedrig bezahlter Job in der Wohltätigkeitsorganisation umgekehrt auch nicht erfüllen, wenn wir uns nach Status und Macht sehnen. Das ist völlig in Ordnung. Es geht wie gesagt nicht darum, dass ein Motiv besser als das andere ist.

 

Dies sollten wir uns immer wieder verinnerlichen. Gerade dann, wenn uns unser Gegenüber mal wieder komisch vorkommt. Es ist liegt in der Natur des Menschen das wir erstmal diejenigen, die uns ähnlich sind, auf Anhieb sympathischer finden. Wenn dir selbst Statussymbole zum Beispiel nicht wichtig sind, scheint dir die Person die nach Status strebt und stolz ihren neuen Sportwagen präsentiert, vielleicht auf den ersten Blick arrogant oder du verstehst nicht, wie einem materielle Dinge so wichtig sein können. Doch wenn wir den Blick für die Motive der anderen öffnen und die damit verbundenen Stärken anerkennen, können wir auch die Beziehungen zu unserem Umfeld stärken. Denn wenn man verstanden hat, dass jeden Menschen etwas Anderes antreibt, werden wir toleranter. Wenn unsere höchste Motivation Unabhängigkeit ist und unsere Freundin hat dieses Motiv sehr gering ausgeprägt, verstehen wir plötzlich ihr Verhalten viel besser und können uns auf sie einstellen. Wo wir uns früher aufgeregt haben und ihr Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen können, können wir nun vielleicht lächeln und uns über ihren Gemeinschaftssinn freuen.

 

Deine Vorteile auf einem Blick

 

Deine inneren Antreiber zu kennen

  • wird dich langfristig glücklicher und zufriedener machen    (sofern du dein Leben nach ihnen ausrichtest)
  • hilft dir wichtige Entscheidungen besser und schneller zu treffen
  • macht dich toleranter & erhöht die Qualität deiner Beziehungen zu Anderen

Heute möchte ich einen Blick auf die Introvertierten unter uns werfen. Sie gelten oft als schüchtern, langweilig, in sich gekehrt – kurz um: Als Mauerblümchen. Während die Extrovertierten auf Partys von einem Tisch zum nächsten wandern und es genießen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, laut lachen, sich scheinbar mit jedem gut verstehen und sich prächtig amüsieren, beobachten Introvertierte das Treiben oftmals am Rande der Veranstaltung. Alles nur Vorurteile?

Das Introvertierte einen solch schlechten Ruf haben, liegt oftmals daran, dass der Begriff im Sprachgebrauch falsch interpretiert und mit „schüchtern“ gleichgesetzt wird. Auch spricht die Kultur eine große Rolle in der Bewertung der Persönlichkeit. Werden Introvertierte beispielsweise im asiatischen Raum geschätzt, kann es in den USA nicht laut genug sein. Doch was bedeutet introvertiert sein nun eigentlich genau, wenn nicht schüchtern?

Introvertiert bedeutet nichts anderes, als seine Aufmerksamkeit verstärkt auf sein eigenes Innenleben zu richten statt nach außen. Die Begriffe Intro- und Extraversion basieren auf der Typologie von Carl Gustav Jung, einem schweizerischen Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie.  Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist außerdem, dass man seine Energie dadurch gewinnt, Zeit mit sich alleine zu verbringen um in Ruhe seine Energiereserven aufzutanken. Wenn introvertierte Personen hingegen lange Zeit am Stück von anderen umgeben sind ohne eine Rückzugsmöglichkeit zu haben, fühlen sie sich schnell erschöpft und ausgelaugt. Dies kann dann schon mal zu Irritationen führen, wenn das Umfeld denkt, man zieht sich nach dem Tagesseminar aus Desinteresse oder Gleichgültigkeit zurück, anstatt den Abend mit den anderen an der Bar zu verbringen. Dabei genießen introvertierte Persönlichkeiten durchaus auch die Gesellschaft von anderen, aber sie benötigen diese Zeit mit sich selbst zwischendurch eben, um ihren Energietank wieder aufzufüllen. Dies sollte man akzeptieren und tolerieren. Jeder von uns trägt im Übrigen sowohl introvertierte als auch extravertierte Züge in sich. Je nach Anlass, Umfeld und Situation können wir also entweder auf unser Inneres oder nach außen gerichtet sein. Doch eine der beiden Richtungen wird von uns favorisiert und durch sie gewinnen wir letztendlich unsere Energie.

Auch als Introvertierte/r kann man sehr erfolgreich sein. Bekannte Persönlichkeiten machen es vor: Angela Merkel, Bill Gates und Albert Einstein sind wohl die berühmtesten Introvertierten, die sich auf leise Weise ihren Weg nach vorne gebahnt haben. Doch wie schafft man es in der Masse nicht unterzugehen und sich gegen die Extrovertierten durchzusetzen? Gerade im Berufsleben ist dies oftmals schwer, wenn der Arbeitskollege wieder lauthals (und ungefragt) seine Ideen zum Besten gibt, bevor man sich überhaupt zu Wort melden konnte. Dies führt zu Frust auf beiden Seiten.

Die Intros müssen sich aber auch auf die Extrovertierten einstellen. Oftmals werden diese von den Introvertierten nämlich als Schwätzer abgetan, die nur reden können, aber keine Kompetenz haben. Zu laut sind. Zu oberflächlich. Das sind genau solche Vorurteile wie umgekehrt. Damit bringt man sich außerdem in die Opferrolle: Die bösen Extrovertierten, die einem immer die Show stehlen und weshalb man lieber gleich die Ideen für sich behält, statt sich vor dem Chef gut zu verkaufen? Nein, dafür ist man schon selbst verantwortlich!

Außerdem gibt es kein gut oder schlecht: Egal, ob extrovertiert oder introvertiert – wir sind alle genau so richtig, wie wir sind. Sowohl die Extrovertierten als auch die Introvertierten haben wertvolle Stärken, die gut für das Miteinander sind. Die uns Impulse geben. Uns voranbringen. Unsere Gesellschaft bereichern.

Wir müssen nur lernen, uns selbst und unser Umfeld zu verstehen und einordnen zu können. Reflektieren, warum wir uns in manchen Situationen so verhalten und nicht anders. Überlegen, wie dies wiederum bei unseren Mitmenschen ankommt und uns somit in unser Gegenüber hineinversetzen. Versuchen die Welt mit seiner Brille zu sehen und bewusst die Perspektive zu wechseln. Wenn wir dies tun, vermeiden wir häufig nicht nur Missverständnisse und Konflikte, sondern haben automisch mehr Verständnis füreinander. Wir können dann viel gelassener mit der Andersartigkeit des Gegenübers umgehen, als immer nur mit erhobenem Finger auf sie zu zeigen und unser Umfeld mit mehr Wertschätzung begegnen. Dies wiederum wird uns erfolgreicher machen – sowohl privat als auch im beruflichen Umfeld.