Viele Menschen sind unzufrieden in ihrem Job und sind auf der Suche nach ihrem Traumjob. Einem Job, in dem das ständige gestresst sein ein Ende hat, in dem die Kollegen nicht nerven, das Geld stimmt, die Arbeitszeiten flexibel sind, die Aufgabe spannend und herausfordernd und und und. Gibt es so etwas überhaupt oder ist alles nur eine Illusion? Wäre es nicht ein bisschen zu naiv zu glauben, dass wir etwas finden können wo alles stimmt und wir nichts dran auszusetzen haben?

 

Nein! Ich bin davon überzeugt diesen Traumjob gibt es. Für jeden von uns. Auch wenn es für jeden ein anderer ist. Was ich allerdings nicht glaube ist, dass dieser Beruf in allen Belangen perfekt ist.  Aber zunächst die Frage: Was verstehe ich unter einem Traumjob?

 

Ein Traumjob ist für mich ein Job, der mir Spaß macht, der mich packt und fesselt. Der mich die Zeit vergessen lässt. Vergessen lässt welcher Wochentag heute ist und ich arbeiten möchte, obwohl Sonntags ist und andere Leute vorm Fernseher abhängen. Der mir ein Strahlen in die Augen zaubert und am wichtigsten: Der im Einklang mit meinen inneren Antreibern steht! Denn nur dann, und das ist mein fester Glaube, kann ein Job mir die Erfüllung geben, die ich suche. Nur dann, kann ich auch richtig gut in dem sein, was ich tue. Und nur dann entfacht der Job die Leidenschaft in mir mein Bestes zu geben.

 

Seine eigenen Motive zu kennen kann so hilfreich sein. Manchmal verirren wir uns total im falschen Beruf. Geschichten von einstigen Unternehmensberatern, die jahrelang Vollgas gegeben haben und plötzlich erkannt haben, dass sie das nicht glücklich macht und ihr Leben um 180 Grad drehen und nun an einem Strand im Ausland eine kleine Surfschule betreiben. Die Bankerin, die ehrgeizig einer Zielvereinbarung nach der anderen hinterherjagte und nun ein kleines schnuckeliges Café eröffnet hat. Es gibt solche Geschichten, es gibt aber auch unspektakulärere. Wer kennt nicht Menschen, die unglücklich sind im Job, obwohl sie den Beruf ausüben, den sie sich schon immer gewünscht haben? Man grübelt und grübelt, aber weiß nicht warum das Glücksgefühl ausbleibt. Ein Blick auf die inneren Antreiber kann schnell helfen und bringt Licht ins Dunkel. Manchmal macht uns die Aufgabe großen Spaß, aber das Setting stimmt vielleicht nicht. Wir lieben es mit unseren Kollegen zusammenzuarbeiten, den Wert der Teamarbeit auszunutzen und gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. Wenn wir aber in einer Unternehmenskultur arbeiten, die gepickt ist von Einzelkämpfern, die genau darauf keinen Wert legen, sondern schnelle Entscheidungen treffen möchten und Teamarbeit für vergeudete Zeit halten, werde ich in einer solchen Kultur nicht mein volles Potential entfalten können. Und umgekehrt genauso wenig wohlgemerkt!

 

Habe ich einen Job, bei dem mir die Aufgabe große Freude bereitet und auch mit meinen inneren Antreibern stimmig ist, verhält es sich ganz anders. Ob dann alles perfekt ist? Auch das muss ich verneinen. In jedem Beruf und ja, auch in unserem Traumjob, wird es etwas geben, dass wir nicht gerne machen, was uns stört oder was einen Nachteil gegenüber einem anderen Job hat. Aber wen juckt das noch, wenn wir wirklich unsere Erfüllung gefunden haben? Wenn wir lieben was wir tun, entspannt sind, morgens gerne aufstehen und uns auf den Tag freuen, wenn wir unserem Warum nachgehen können und rundum zufrieden sind, dann nehmen ich auch die lästige Buchhaltung in Kauf, die dieser Job mit sich bringt. Oder das geringere Einkommen, wenn wir dafür viel mehr Zeit für uns und unsere Hobbies haben. Wir mehr Reisen können. Wir insgesamt ausgeglichener sind. Und die nervige Kollegin kann mir dann sowieso nichts mehr.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*